Verdoppelung des problematischen Spielverhaltens im Internet: Die Kantone lancieren eine Präventionskampagne

Häfeli hat zusammen mit den Casinos Baden, Luzern und Bern ein Sozialkonzept zur Prävention von Spielsucht erarbeitet. Er hat zum Beispiel untersucht, ob sich Problemspieler im Kontakt mit dem Kundeservice identifizieren lassen. Im qualitativen Teil mit je 10 Interviews aus der deutschen und französischen Schweiz wurde die Wirkung des neuen BGS und des besonderen, pandemiebedingten Umfelds auf das Online-Spielverhalten genauer untersucht. Die Befragten gaben grossmehrheitlich an, dass sich die explosionsartige Vermehrung des Schweizer Online-Angebots zusammen mit der Coronapandemie und dem Teil-Lockdown stark auf ihr Verhalten ausgewirkt hat. Die Vervielfachung des Angebots, das intensive Marketing, die unbegrenzte Verfügbarkeit der Spiele und die Bonus-Angebote stellten wichtige Faktoren für eine Intensivierung des Spielverhaltens dar. Spielsucht ist eine von der Weltgesundheitsorganisation WHO anerkannte und auch im DSM‑5 erfasste psychische Störung.

Geldspielverhalten in der Schweiz: neue Studie publiziert

Januar 2019 ist das neue Geldspielgesetz (BGS) in Kraft getreten, das den Betrieb von Online-Casinos in der Schweiz zulässt. Zwar waren Swisslos und LoRo schon vorher berechtigt, Online-Spiele zu veranstalten, doch konnten die ersten wirklichen Online-Casinos ihre Spiele erst im Juli 2019 anbieten. Daneben brachte das neue Gesetz weitere umfassende Änderungen, die bei der Wirkungsanalyse der Covid-19-Epidemie und der eindämmenden Massnahmen zu berücksichtigen sind.

Spieler, die viel und lange spielen und Verluste mit neuen Einsätzen wettzumachen versuchen, gehören zu den Risikokandidaten. Wie sich zeigte, haben Menschen mit auffälligem Spielverhalten oft auch ein auffälliges Kommunikationsverhalten. Gefährdete Spieler melden sich deutlich öfter beim Kundendienst als der Durchschnitt. Sie meinen etwa, dass ihr Kontostand nicht stimmt; sie haben Zweifel am Spielergebnis, tätigen mehr Transaktionen, reaktivieren öfter einen zuvor geschlossenen Account oder melden sich, weil sie ihr Passwort vergessen haben. Anhand solcher Schlüsselsätze konnten die Luzerner Glücksspielexperten um Jörg Häfeli drei Viertel der gefährdeten Spieler identifizieren.

KI-gestützte Warnungen für risikoreiches Spielverhalten werden implementiert. Die Schweizer Glücksspielbranche legt grossen Wert auf den Schutz der Spieler. Erweiterte Selbstausschlüsse und Einzahlungslimits helfen den Spielern, ihr Spielverhalten besser zu kontrollieren. KI-Systeme überwachen das Spielverhalten und geben frühzeitig Warnungen bei Anzeichen von problematischem Glücksspiel aus. Transparenz bei der Datenverarbeitungund der Schutz der Spielerdaten sind ebenfalls von grösster Bedeutung, um das Vertrauen der Spieler in die Plattformen zu stärken.

Glücksspiele und Migration

  • Intelligente Algorithmen erkennen und verhindern problematisches Glücksspiel.
  • Manipulative Strategien zu erkennen, ist der erste Schritt zu einem bewussteren Umgang mit Online Casinos.
  • Einige Länder haben strikte Beschränkungen für Geldspielwerbung implementiert, insbesondere um Jugendliche zu schützen.
  • Dies ist auf die Komplexität der Regulierung von progressiven Jackpots zurückzuführen, die in der Regel über mehrere Casinos vernetzt sind und daher schwieriger zu überwachen und zu verwalten sind.

Spieler können sich auf sicherere und innovativere Spielerlebnisse freuen, was die Art und Weise, wie wir online casino Schweiz erleben, grundlegend verändern wird. Die Selbstsperre bietet die Möglichkeit, den Zugang zum Casino für einen bestimmten Zeitraum oder dauerhaft zu blockieren. Dies kann besonders nützlich sein, wenn Spieler eine Pause vom Glücksspiel benötigen oder ihr Spielverhalten als problematisch empfinden. Beide Massnahmen fördern ein bewusstes und verantwortungsvolles Spielverhalten und schützen vor potenziellen Risiken. Während des Lockdowns versuchten gewisse Online-Casinos auch, «Spielerfahrungen» zu verkaufen, die derjenigen in terrestrischen Casinos vor der Schliessung ähnlich sind.

Veränderungen seit 2017 und Online-Legalisierung

Diese Kontrollen umfassen detaillierte Hintergrundüberprüfungen der Betreiber, sowie strenge finanzielle und technische Anforderungen, um die Sicherheit der Spielerdaten und -gelder zu gewährleisten. Das Ziel dieses Artikels war es, Ihnen die wichtigsten psychologischen Tricks der Online Casinos näherzubringen und Ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um Manipulationen zu erkennen. Mit einem kritischen Blick, klaren Spielregeln und der Nutzung von Unterstützungsmöglichkeiten können Sie weiterhin Spaß am Glücksspiel haben, ohne den Risiken von Manipulationen zu erliegen.

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3 Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) und das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) sind Klassifizierungssysteme für Krankheiten. Die ICD wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben, das DSM von der Amerikanischen psychiatrischen Gesellschaft (APA). Somit hat der Lockdown zu einem starken Rückgang beim herkömmlichen Geld- und Glücksspiel-Angebot geführt und zugleich dem Online-Angebot einen unerwarteten Aufschwung ermöglicht. Unsere Analyse der Folgen der Covid-19-Epidemie konzentriert sich hier auf die Online-Spiele.

Der Betrieb von digitalen Glücksspielplattformen ist in der Schweiz nur zulässig, wenn die Plattformanbieter über eine offizielle Konzession der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) verfügen. Spielst du bei einem Anbieter ohne Konzession, gehst du Risiken ein, die wir etwas weiter unten noch betrachten. Das “SuchtMagazin” berichtete 2017 über das Thema Migration und Glücksspiel.